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Kiesgrube Part 6

Mein Abenteuer

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Es ging mal wieder los! Für Heiko und mich stand das nächste Abenteuer an einem meiner Lieblingsgewässer an – der Kiesgrube.
Die Erwartungen waren wie immer hoch, auch wenn die Bedingungen uns dieses Mal einiges abverlangen sollten.
Da Heiko das große Glück hatte, unter der Woche frei zu haben, war er bereits vor mir am Wasser. Als er ankam, fackelte er nicht lange: Der Traumplatz wurde bezogen und die Ruten lagen blitzschnell und präzise auf den altbewährten Spots.
Für mich lief der Start dagegen etwas stressiger ab. Da ich am Vormittag noch arbeiten musste, schaffte ich es erst gegen Mittag an die Grube.
Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung packte mich auch schon der altbekannte Aufbau-Wahn. Zelt hochziehen, Tackle sortieren, Ruten startklar machen. Wenig später lagen auch meine Köder genau dort, wo ich sie haben wollte. Das große Warten konnte beginnen, das Experiment mit den Test-Boilies.
Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen eines Experiments. Ich hatte ein paar neue Test-Boilies im Gepäck, die ich unbedingt genauer unter die Lupe nehmen wollte. Mein Plan: Der rechte Spot wurde ausschließlich mit diesen neuen Murmeln gefüttert. Doch wie sich leider auch an diesem Gewässer schnell herausstellte: Die Fische wollten sie einfach nicht. Bis Samstag tat sich absolut gar nichts. Schade, aber genau das macht das Angeln eben aus – man muss flexibel bleiben.
Am Samstagabend zog ich die Reißleine. Ich änderte meine Taktik komplett, vertraute wieder auf mein altbewährtes Standardfutter und fütterte die Spots großflächig nach. Und siehe da: Die Welt des Karpfenangelns ist manchmal wirklich verrückt. Kaum war das vertraute Futter im Wasser, lief es. Noch am selben Abend meldete sich mein Bissanzeiger und auch am Sonntagmorgen durfte ich mich über einen schönen Lauf freuen. Zwei Bisse als Belohnung für den Taktikwechsel!

Spaß am Wasser und eine bittere Erkenntnis.

Trotz der zähen Beißphase zu Beginn hatten Heiko und ich ein absolut geniales Wochenende.
Der Spaß kam wie immer nicht zu kurz, es wurde viel gelacht, gefachsimpelt und am Ende konnten wir beide einige tolle Fische auf die Habenseite verbuchen.

Allerdings brachte uns dieses Wochenende auch eine ziemlich bittere Erkenntnis.
Die Kiesgrube hat aktuell massiv mit Fadenalgen zu kämpfen. Das Zeug steht teilweise so extrem hoch, dass es im Drill zu einem echten Problem wird. Wenn sich die Schnur oder das Blei in den dichten Algenteppichen verfängt, entsteht ein unheimlicher Druck. Das Kraut wirkt unter Wasser dann fast wie ein natürlicher Hakenlöser – und so mussten wir leider auch den einen oder anderen Fisch im Drill verloren geben.

Fazit des Trips: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Die Test-Boilies waren zwar ein Flop, aber durch schnelles Umschalten konnten wir das Wochenende retten.
Die Fadenalgen werden uns wohl auch die nächsten Wochen noch beschäftigen, aber wir kommen definitiv wieder!

Bis zum nächsten Mal!

Liebe Grüße Winni



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