Die Erste mit Sven
Mein Abenteuer
Endlich war es soweit: Wir schafften es gemeinsam ans Wasser zu kommen, nachdem es terminlich bis jetzt nie passte. Als Ziel hatten wir unsere bewährte Kiesgrube ausgesucht, die wir schon in den vergangenen Jahren häufig zum Angeln nutzten. Sicher, ein Garant für große Fänge ist sie nicht, aber die Chancen stehen gut – und genau darauf vertrauten wir.
Ich musste noch einen kleinen Umweg machen, weil ich zuhause wichtige Sachen vergessen hatte – so kam ich kurz vor Sven am Platz an und begann bereits, mein Zelt aufzubauen. Als Sven eintraf, blieb Zeit für einen kurzen Small Talk, bevor es ans Eingemachte ging: Sven entschied sich, den flachen Bereich des Sees zu befischen, während ich mich für die tiefere Region entschied.
Beide meine Ruten platzierte ich am Kantenfuß in etwa 4 Metern Tiefe. Als Köder verwendete ich Weichfutter, Mais und Pellets als Beifutter, kombiniert mit einem gelben PopUp als Hakenköder – der Farbklecks sollte die Aufmerksamkeit im kalten Wasser auf sich ziehen. Sven ging ähnlich vor, wählte aber flacheres Wasser und andere Farben.
Während eines Gesprächs bemerkte ich plötzlich, wie mein Bobbin zu tanzen begann und die Rutenspitze leicht wackelte. Hä? Mir fiel ein: Ich hatte vergessen, den rechten Bissanzeiger anzumachen – ein klassischer Anfängerfehler. Schnell griff ich zur Rute und siehe da: Der Anhieb saß! Doch wer hätte das gedacht – nicht etwa ein Karpfen, sondern ein Brassen landete im Kescher. Welch gelungener Auftakt für 2026!
Nicht lange danach, während wir gerade leckeres Fleisch über dem Grill rösteten, meldete sich Sven mit einem Biss. Auch er konnte einen halbstarken Fisch landen – egal welcher, Fisch ist schließlich Fisch und zählt. Unsere Stimmung stieg, und so stießen wir an – das Schneider-Dasein war damit vorbei.
Dann schlug erneut meine linke Rute an: Ein schöner Spiegler ließ sich problemlos auf dem See landen. Drei Fische innerhalb von nicht mal drei Stunden – was will man mehr? Der Abend verging wie im Flug, doch mit dem Absinken der Temperaturen entschieden wir uns, uns zurückzuziehen und zu schlafen.
Noch dunkel, doch wieder Biss: Ein weiterer halbstarker Fisch fand seinen Weg in meinen Kescher, der nun schon eher einem Eisklumpen glich. Am nächsten Morgen erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen – als wäre die kalte Nacht nie gewesen.
Der Tag verging mit nettem Besuch von Freunden, bis sich wieder meine rechte Rute meldete. Ein weiterer halbstarker Fisch war am Haken – wir konnten uns wirklich nicht beschweren. Wie angekündigt begann es dann zu regnen, weshalb wir uns ins Zelt zurückzogen. Gegen 4 Uhr morgens, als der Regen nur noch leicht aufs Zelt tropfte, erfolgte der letzte Biss auf meiner rechten Rute – und erneut ging ein halbstarker Fisch ins Netz.
Als es hell wurde, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg. Es war wie immer eine großartige Session – ein perfekter Start für unser Team am Wasser. Bis zum nächsten Mal!
Viele Liebe Grüße