Auf kurzer Mission
Mein Abenteuer
Letztes Jahr hat’s irgendwie nie geklappt, aber diesmal – zack – fanden wir einen Termin. Treffpunkt: ein winziger See, so klein, dass man fast drüber rufen könnte: „Na, hast du auch Hunger?“ Praktisch gleichzeitig am Ufer, ich schon voller Tatendrang, Ruten auf den Buzzer Bars – und plötzlich bittet mich Heiko, die Plätze zu tauschen. „Klar doch“, sag ich, „Egon Olsen hatte einen Plan“.
Plan war klar: Routine abspulen, Ruten raus, Kaffee trinken.
Mensch, dieser Wind! So kalt, dass selbst der Nebel davonrannte. Fühlte sich an wie –10 Grad, kein Spaß. Aber was soll’s, wir haben ja viel zu erzählen, und so verging die Zeit wie im Flug. Bis zur Erbsensuppe. Leute, Heikos Erbsensuppe – der absolute Hammer! „Verdammt lecker“ reicht nicht, das war ein kulinarisches Meisterwerk.
Dann geht’s los: Dauerton auf meiner linken Rute, die nicht weit vorm gegenüberliegenden Ufer lag – klein der See, groß die Hoffnung. Kurzer Kontakt, Fest – Mist, der Fisch zieht ab unter Holz. Tja, Schlagschnur gerissen, alle Pläne über den Haufen. Also nochmal von vorne: neue Schnur, Rute auf den Spod.
Draußen wird es dunkel, das Wetter spielt verrückt: Gewitter, Hagel, Regen – wir flüchten ins Auto, als wären wir in einer echten Survival-Soap. Nach gefühlten 100 Jahren (in Wirklichkeit eine Stunde) ist alles vorbei. Zeit fürs Abendbrot: Oetzscher Schnitzel, in Öl ausgebacken – knusprig und lecker, genau wie wir’s mögen.
Wir quatschen noch eine Weile, wollten uns schlafen legen, und prompt – läuft meine linke Rute ab! Kurzer Drill, und zack – ein wunderschöner Spiegler liegt auf der Matte. „Yesssss!“ ruft’s aus mir raus. Heiko zückt die Kamera für Fotos, dann ab ins Bett.
Gegen vier Uhr nachts dann Biss bei Heiko – auch ein feiner Spiegler. Die Nacht sternenklar, frostig kalt, wie aus dem Bilderbuch.
Halb sechs, ich wach, will eigentlich nicht aus dem warmen Schlafsack raus bei den arktischen Temperaturen, aber Dauerton auf meiner linken Rute.
Nochmal ein Mini-Spiegler in meinen Kescher – Jackpot!
Wir trinken den letzten Kaffee, packen zusammen und fahren heim.
24 Stunden voller Spaß, Wind, Hagel, leckerem Essen, spannenden Drills und vor allem guter Freundschaft.
Danke, Heiko, das war wieder mal ein super Abenteuer am Wasser!
Bis zum nächsten Mal – ich freu mich schon drauf!
Liebe Grüße Winni