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Aberglaube

Mein Abenteuer

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Es ging für Jan, Hund Sam und mich an einen für uns noch völlig unbekannten See. Schon im Vorfeld hatten wir ordentlich vorgefüttert und uns riesig darauf gefreut, was uns da wohl erwarten würde. Endlich Freitag – ab ging die Post zum Wasser!

Ich war vielleicht 15 Minuten da, da rollten Jan und Sam schon gemütlich zum Seeufer runter. Nach einer kurzen Begrüßung legten wir los: Aufbau, Loten, Ruten ausbringen – alles Routine, als würden wir nie woanders angeln. Jetzt erst mal hinsetzen und die Burger patties brutzelten schon schön vor sich hin. Schwupps, waren die Hamburger auch schon im Magen verschwunden – Durchgang 1 erfolgreich absolviert.

Wir hatten uns eine Menge zu erzählen, fachzusimpeln und zu lachen, sodass es gar nicht lange dauerte bis Durchgang Nummer 2 zum Futtern startete. Doch irgendwann war dann Schluss mit lustig: Das reicht jetzt aber wirklich an Essen, auch wenn diese Burger echt verdammt lecker waren.

Plötzlich bimmelte Jans Rute los! Ein schneller Drill, und schwupp – ein Fisch war im Kescher gelandet. Ein schöner Spiegler! Nicht der Größte, aber hey, der erste Fisch aus einem neuen Gewässer ist nun mal immer etwas Besonderes.

Wir legten uns schlafen, Jan hatte in der Nacht noch einen Fisch gefangen – nur einen kleinen, aber Hauptsache gefangen. Bei mir dagegen – tote Hose. Nada. Nichts!

Am Morgen gab’s Kaffee und dann noch Besuch von Jans Freund, seiner Tochter und natürlich Hund. Wir schwatzten eine Runde, und die Kleine sagte ganz nebenbei zu Jan: „Du fängst gleich einen!“ Dauerton an der Rute, und schon war Jan im Boot, um dem Fisch den Garaus zu machen. Wieder ein schöner Drill, und der Fisch fand seinen Weg in den Kescher.

Und ich? Was war nur bei mir los? Nichts! Ich verstand es einfach nicht. Ende letzten Jahres hatte ich nämlich einen Glücksbringer geschenkt bekommen, der seitdem an meiner Buzzer Bar hing. Seitdem war das Angeln irgendwie merkwürdig...

Aberglaube oder Tatsache ?! Ich entschied mich kurzerhand, den Glücksbringer abzuschneiden!
Man weiß ja nie, ob’s Aberglaube ist… oder eben Tatsache!
Ruten neu, füttern und ab auf die vielversprechenden Spots.

Was soll ich sagen… Bis zum Schlafengehen hatte ich noch drei Bisse, wobei ich einen Fisch leider im Kraut verlor! Für mich war klar: Das ist kein Aberglaube mehr! Jan fing übrigens bis dahin auch noch Fische, keine großen, aber immerhin.

In der Nacht kam dann Sturm, Regen und sogar ein kleines Gewitter – gehört dazu.

Ich hatte noch zwei Bisse und verlor erneut einen Fisch. Jan genauso. Am Ende zählten wir zusammen über zehn Bisse, aber leider nur kleine Fische.

Ob der See uns wieder sieht? Mal schauen.
So oder so: Angeln macht Spaß – egal, ob mit oder ohne Glücksbringer! Und Hund Sam? Der war sowieso der wahre Gewinner, weil er die ganze Zeit glücklich durchs Gras flitzen konnte. Wer braucht da schon große Fische?

Fazit: Manchmal hilft nur ein bisschen Humor, Geduld – und ein gutes Burger-Rezept.
Prost aufs nächste Abenteuer!

Bis die Tage, euer Winni



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